Kostenlose Lieferung in ganz Deutschland ab 80 €!

Motten in der Bettwäsche: Wie man sie erkennt und wieder loswird

2026 08 11

Sie öffnen den Schrank oder holen eine ältere Bettdecke heraus und stellen fest, dass der Stoff beschädigt ist. Kleine Löcher, als hätte etwas daran genagt. Vielleicht entdecken Sie sogar kleine Insekten oder deren Larven. Dabei kann es sich um Kleidermotten handeln – und dieses Problem sollte man nicht ignorieren.

Motten in Bettwaren sind häufiger, als viele Menschen vermuten, insbesondere wenn saisonale Bettdecken oder Kissen längere Zeit hinten im Schrank aufbewahrt werden. Die gute Nachricht: Man kann sie wieder loswerden. Man muss nur wissen, wie.

Was sind Motten und warum treten sie in Bettwaren auf?

Motten sind kleine Schmetterlinge, deren Larven sich von Fasern natürlicher Materialien ernähren. Wichtig zu verstehen ist: Die ausgewachsenen Motten selbst beschädigen die Bettwäsche nicht. Den eigentlichen Schaden verursachen ihre Larven, die sich von keratinhaltigen Materialien wie Wolle, Seide, Haaren, Daunen und Federn ernähren.

Das bedeutet, dass synthetische Bettwäsche für Motten praktisch uninteressant ist. Eine Wolldecke, Seidenbettwäsche, eine Daunendecke oder ein Kissen mit natürlicher Füllung kann dagegen eine ideale Nahrungsquelle für Mottenlarven darstellen.

Motten mögen weder Licht noch häufig genutzte Bereiche. Sie bevorzugen:

  • Dunkle, ruhige Ecken
  • Gegenstände, die lange nicht benutzt wurden
  • Feuchte Umgebungen
  • Natürliche Materialien, insbesondere solche mit Spuren von menschlichem Schweiß oder Hautfett

Deshalb gehören saisonal gelagerte Bettwaren zu den besonders gefährdeten Gegenständen – sie werden lange nicht bewegt, liegen häufig an einem dunklen Ort im Schrank und werden nicht immer richtig aufbewahrt.

Wie erkennt man Schäden durch Motten?

Sichtbare Anzeichen

Kleine, unregelmäßige Löcher im Stoff – dies ist ein typisches Zeichen dafür, dass Mottenlarven am Material gefressen haben. Die Löcher sind meist unregelmäßig geformt und unterscheiden sich von mechanischen Beschädigungen.

Dünne, silbrig wirkende Gespinste oder seidige Fäden – Mottenlarven können feine seidige Fäden hinterlassen, die auf der Oberfläche des Stoffes sichtbar sein können.

Kleine weiße oder gelblich-weiße Eier – Motteneier sind sehr klein, etwa 0,5 mm groß, weiß und werden häufig in Nähten, Stofffalten oder anderen geschützten Bereichen abgelegt.

Larven – sie sind klein, bis zu etwa 1 cm lang, weißlich und besitzen einen dunkleren Kopf. Da sie Licht aktiv meiden, findet man sie häufiger an dunkleren oder versteckten Stellen des Stoffes.

Ausgewachsene Motten – kleine, etwa 1–2 cm große, goldfarbene oder bräunliche Falter. Wenn Sie sie in der Nähe des Schranks oder der Bettwäsche fliegen sehen, ist dies ein deutliches Warnsignal.

Mottenkot – sehr kleine dunkle Punkte auf dem Stoff oder in dessen unmittelbarer Umgebung.

Geruch

Von Motten befallene Bettwäsche kann manchmal einen charakteristischen, schweren Geruch entwickeln, der an Schimmel oder lange gelagerte Gegenstände erinnert. Dieser Geruch stammt nicht unbedingt direkt von den Motten, kann jedoch auf dieselben Bedingungen hinweisen, die auch für Motten günstig sind.

Motten loswerden – Schritt für Schritt

1. Befallene Gegenstände isolieren

Der erste Schritt besteht darin, betroffene Bettwäsche oder Bettdecken sofort in einen dicht verschlossenen Plastikbeutel zu geben. Dadurch wird verhindert, dass sich Mottenlarven auf andere Gegenstände im Schrank ausbreiten.

2. Hohe Temperaturen – eine der effektivsten Methoden

Mottenlarven sterben bei hohen Temperaturen. Das bedeutet:

Waschen bei 60 °C – dies ist eine sehr effektive Methode für Textilien, die bei dieser Temperatur gewaschen werden dürfen. Dadurch können sowohl Larven als auch Eier abgetötet werden. Wichtig ist jedoch, vorher das Pflegeetikett zu überprüfen, da nicht alle Materialien 60 °C vertragen.

Trocknen bei hoher Temperatur – wenn ein Produkt nicht heiß gewaschen werden kann, kann es gegebenenfalls mindestens 30 Minuten lang bei hoher Temperatur im Wäschetrockner getrocknet werden. Auch die Hitze kann Larven abtöten.

Bei Bettwaren aus Seide oder Daunen – diese Materialien dürfen in der Regel nicht bei 60 °C gewaschen werden. In diesem Fall empfehlen sich:

  • Eine professionelle chemische Reinigung, bei der Sie auf den Mottenbefall hinweisen
  • Einfrieren, siehe unten

3. Kälte – eine Alternative für Materialien, die nicht heiß gewaschen werden können

Auch sehr niedrige Temperaturen können Mottenlarven abtöten. Geben Sie die Bettwäsche in einen dicht verschlossenen Plastikbeutel und lagern Sie sie mindestens 72 Stunden bei -18 °C oder kälter im Gefrierschrank. Lassen Sie sie anschließend wieder auftauen und waschen Sie sie entsprechend den Pflegehinweisen auf normale Weise.

4. Den Schrank gründlich reinigen

Mottenlarven können sich nicht nur in der Bettwäsche befinden, sondern auch im Schrank selbst – beispielsweise in Ecken, Fugen, Ritzen und unter den Einlegeböden.

  • Räumen Sie den Schrank vollständig aus
  • Saugen Sie ihn gründlich aus, insbesondere Ecken und Ritzen
  • Wischen Sie die Oberflächen mit einer Mischung aus Essig und Wasser oder einem geeigneten Insektizid ab
  • Lassen Sie den Schrank vollständig trocknen, bevor Sie die Bettwäsche wieder hineinlegen

5. Mottenfallen

Pheromonfallen für Kleidermotten sind eine effektive Möglichkeit, festzustellen, ob noch Motten aktiv sind. Sie ziehen ausgewachsene männliche Motten an und helfen dabei einzuschätzen, ob das Problem bereits gelöst ist oder weitere Maßnahmen notwendig sind.

Wichtig: Fallen lösen das Problem nicht allein – sie dienen hauptsächlich der Kontrolle. Gefangene männliche Motten können sich zwar nicht mehr fortpflanzen, bereits vorhandene Larven werden durch die Fallen jedoch nicht beseitigt.

Wie kann man Motten vorbeugen?

Die beste Methode zur Bekämpfung von Motten besteht darin, dafür zu sorgen, dass sie sich gar nicht erst ausbreiten können. Folgende vorbeugende Maßnahmen können dabei helfen.

Richtige Lagerung

Das größte Risiko für einen Mottenbefall besteht häufig bei falsch gelagerter Bettwäsche. Bevor saisonale Bettwaren eingelagert werden:

  • Waschen Sie sie immer vor der Lagerung – auch wenn sie sauber aussehen. Spuren von Schweiß und Hautfett können Motten anziehen.
  • Bewahren Sie sie in dicht verschlossenen Beuteln oder Vakuumbeuteln auf. Durch dicht verschlossenen Kunststoff können Motten die Textilien nicht ohne Weiteres erreichen.
  • Verwenden Sie spezielle Aufbewahrungsboxen für Bettwäsche mit dicht schließendem Deckel.

Natürliche Mittel zur Mottenabwehr

Es gibt verschiedene natürliche Mittel, die traditionell zur Abwehr von Motten eingesetzt werden:

Zedernholz – Zedernholzblöcke, Kugeln oder Anhänger im Schrank können dabei helfen, Motten fernzuhalten. Die ätherischen Öle des Zedernholzes wirken als natürliches Abschreckungsmittel. Mit der Zeit lässt der Geruch jedoch nach. Etwa alle 6–12 Monate kann die Oberfläche vorsichtig mit feinem Schleifpapier angeschliffen werden, um den Duft wieder aufzufrischen.

Lavendel – getrockneter Lavendel oder ätherisches Lavendelöl gehört zu den beliebtesten natürlichen Mitteln gegen Motten. Legen Sie beispielsweise ein kleines Säckchen mit getrocknetem Lavendel in den Schrank oder zwischen die einzelnen Schichten der Bettwäsche.

Nelken, Zimt oder Salbei – auch der Duft dieser Gewürze und Pflanzen kann Motten abschrecken. Eine kleine Menge kann in ein Stoffsäckchen gegeben und im Schrank aufgehängt werden.

Ätherische Öle – beispielsweise Eukalyptus-, Rosmarin- oder Pfefferminzöl. Einige Tropfen auf einem kleinen Stück Baumwollstoff, das in einer Ecke des Schranks platziert wird, können ebenfalls zur Mottenabwehr eingesetzt werden.

Regelmäßiges Lüften und Licht

Motten bevorzugen dunkle und ungestörte Bereiche. Lüften Sie Ihren Schrank daher regelmäßig – mindestens einmal im Monat können Sie die Bettwäsche herausnehmen und den Schrank gut durchlüften lassen. Wenn möglich, sollte der Lagerort nicht dauerhaft dunkel und feucht sein.

Regelmäßige Kontrolle

Wenn Sie Bettwaren aus natürlichen Materialien wie Wolle, Seide oder Daunen besitzen, sollten Sie diese regelmäßig, mindestens einmal pro Saison, auf Anzeichen eines Mottenbefalls überprüfen. Ein frühzeitig erkanntes Problem lässt sich wesentlich einfacher beheben.

Besondere Aufmerksamkeit bei Bettwaren aus natürlichen Materialien

Wenn Sie Bettwäsche oder Bettwaren aus natürlichen Materialien wie Seide, Wolle oder Daunen verwenden, sollten Sie wissen, dass diese gegenüber Mottenbefall empfindlicher sind als synthetische Materialien.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man auf natürliche Materialien verzichten sollte – sie bieten viele geschätzte Eigenschaften für Schlaf und Komfort. Allerdings benötigen sie bei der Lagerung etwas mehr Aufmerksamkeit.

Einfache Regeln:

  • Vor der Lagerung immer waschen oder professionell reinigen lassen
  • Luftdicht bzw. möglichst dicht verschlossen aufbewahren
  • Zedernholz oder Lavendel zur Mottenabwehr verwenden
  • Regelmäßig kontrollieren

Eine große Auswahl an Bettwaren aus natürlichen Materialien – darunter Seide, Wolle und weitere Varianten – finden Sie in der Savashome Kollektion.

Zusammenfassung

Motten in Bettwäsche sind ein ernst zu nehmendes, aber lösbares Problem. Die wichtigsten Schritte bestehen darin, befallene Gegenstände zu isolieren, Larven durch hohe oder niedrige Temperaturen zu beseitigen, den Aufbewahrungsort gründlich zu reinigen und anschließend geeignete Vorbeugungsmaßnahmen einzusetzen.

Und die wichtigste Regel: Bettwäsche – insbesondere saisonal genutzte Produkte aus natürlichen Materialien – sollte immer richtig gelagert werden. Wenige Minuten sorgfältiger Vorbereitung vor der Lagerung können später viele Probleme ersparen.

Savashome DE

SAVASHOME verwendet vier Haupttypen von Cookies.

Wenn Sie weitersurfen, stimmen Sie der Verwendung der notwendigen Cookies zu. Sie können auch die Verwendung von anderen Cookies akzeptieren. Datenschutzrichtlinie.