Pflege einer Daunendecke: So waschen, trocknen und lagern Sie sie richtig
Eine Daunendecke ist eine Investition, die bei richtiger Pflege 10–15 Jahre halten kann. Eine falsche Pflege kann sie dagegen bereits nach der ersten Wäsche beschädigen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Szenarien liegt in einigen einfachen Regeln, die Sie kennen sollten, bevor Sie Ihre Daunendecke zum ersten Mal in die Waschmaschine geben.
Wie oft sollte man eine Daunendecke waschen?
Das ist eine der ersten Fragen, die sich viele stellen, und die Antwort kann überraschen: Eine Daunendecke muss deutlich seltener gewaschen werden als gewöhnliche Bettwäsche.
Empfohlene Waschhäufigkeit:
- Bettbezug – alle 1–2 Wochen.
- Daunendecke – 1–2 Mal pro Jahr.
Warum so selten? Daunen verfügen über gute Eigenschaften hinsichtlich Luftzirkulation und Feuchtigkeitsregulierung. Dadurch kann eine richtig verwendete Daunendecke lange frisch bleiben. Zu häufiges Waschen kann außerdem die Struktur der Daunen beeinträchtigen, ihre Bauschkraft verringern und den sogenannten „Fill Power“-Wert reduzieren.
Verwenden Sie immer einen Bettbezug. Er ist eine der besten Möglichkeiten, die Daunendecke vor Schweiß, Staub und anderen Verschmutzungen zu schützen und die Abstände zwischen den einzelnen Wäschen deutlich zu verlängern.
Wie wäscht man eine Daunendecke?
Kann man eine Daunendecke in der Waschmaschine waschen?
Ja – die meisten Daunendecken können in der Waschmaschine gewaschen werden. Dabei sollten jedoch einige wichtige Punkte beachtet werden.
Pflegeetikett überprüfen. Dies ist der erste und wichtigste Schritt. Bei manchen Daunendecken wird ausschließlich eine professionelle Reinigung empfohlen. Halten Sie sich immer an die Pflegehinweise des Herstellers.
Fassungsvermögen der Waschmaschine. Die Decke muss in der Trommel ausreichend Platz haben, um sich frei bewegen zu können. Ist sie für die Waschmaschine zu groß, wird sie möglicherweise nicht gleichmäßig gereinigt und die Daunen können verklumpen. Häufig wird eine Waschmaschine mit einem Fassungsvermögen von mindestens 7–8 kg empfohlen. Größere Decken benötigen jedoch unter Umständen eine noch größere Trommel. Ist Ihre Waschmaschine zu klein, empfiehlt sich ein Waschsalon mit größeren Maschinen.
Temperatur – 30–40 °C. Höhere Temperaturen können die Daunen oder den Oberstoff der Decke beschädigen. Sofern auf dem Pflegeetikett nichts anderes angegeben ist, ist eine niedrigere Temperatur die sicherere Wahl.
Waschprogramm. Wählen Sie ein Schonprogramm, ein Programm für empfindliche Textilien oder ein spezielles Daunenprogramm. Viele moderne Waschmaschinen verfügen über ein eigenes Programm für Daunenprodukte.
Zusätzlicher Spülgang. Falls möglich, wählen Sie einen zusätzlichen Spülgang. Waschmittelreste in den Daunen können dazu führen, dass sie verkleben und die Decke an Bauschkraft verliert.
Welches Waschmittel eignet sich am besten?
Am besten verwenden Sie ein flüssiges Waschmittel, da Waschpulver möglicherweise schwieriger vollständig aus den Daunen ausgespült wird und Rückstände hinterlassen kann.
Optimal ist ein spezielles Daunenwaschmittel. Es wurde so entwickelt, dass die natürlichen Eigenschaften der Daunen möglichst wenig beeinträchtigt werden und ihre Bauschkraft sowie der „Fill Power“-Wert erhalten bleiben.
Vermeiden Sie:
- Weichspüler – er kann die Daunen mit einem Film überziehen und ihre Fähigkeit beeinträchtigen, sich wieder vollständig aufzubauschen.
- Bleichmittel – sie können sowohl die Daunen als auch den Oberstoff der Decke beschädigen.
- Aggressive Universalwaschmittel – sie können für die empfindliche natürliche Füllung zu stark sein.
Daunendecke richtig trocknen – der wichtigste Schritt
Gerade beim Trocknen werden besonders häufig Fehler gemacht.
Direkt nach dem Waschen kann eine Daunendecke so aussehen, als hätte sie ihre Form vollständig verloren: Sie ist schwer und flach, während die Daunen zu Klumpen zusammengefallen sind. Das ist völlig normal. Bei richtiger Trocknung verteilen sich die Daunen wieder und gewinnen ihre ursprüngliche Bauschkraft zurück.
Wäschetrockner – die beste Wahl
Ein Wäschetrockner ist eine der bequemsten und effektivsten Möglichkeiten, eine Daunendecke zu trocknen. Er entfernt nicht nur die Feuchtigkeit, sondern hilft auch dabei, die Bauschkraft der Daunen wiederherzustellen.
Temperatur – niedrig oder mittel. Zu hohe Temperaturen können sowohl die Daunen als auch den Oberstoff der Decke beschädigen.
Trocknerbälle. Geben Sie zusammen mit der Decke 2–3 spezielle Trocknerbälle in den Trockner. Auch saubere Tennisbälle können verwendet werden, sofern dies laut Pflegehinweisen des Herstellers zulässig ist. Durch ihre Bewegung in der Trommel helfen sie dabei, Daunenklumpen aufzulockern und die Decke wieder voluminös zu machen.
Trocknungsdauer. Eine Daunendecke benötigt viel Zeit zum vollständigen Trocknen. Je nach Größe der Decke, Menge der Daunen und Leistung des Trockners kann der Vorgang mehrere Stunden dauern. Entscheidend ist, die Decke nicht zu früh herauszunehmen – auch ihr Inneres muss vollständig trocken sein.
Alle 30–40 Minuten kontrollieren. Nehmen Sie die Decke regelmäßig heraus, schütteln Sie sie kräftig auf und lösen Sie entstandene Daunenklumpen vorsichtig mit den Händen. Anschließend geben Sie die Decke wieder in den Trockner.
Lufttrocknung
Wenn Sie keinen Wäschetrockner besitzen, können Sie eine Daunendecke auch an der Luft trocknen. Dieser Vorgang dauert allerdings deutlich länger und erfordert mehr Aufmerksamkeit.
- Trocknen Sie die Decke möglichst horizontal auf einer ebenen Fläche oder einem geeigneten Wäscheständer.
- Sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation – beispielsweise in einem gut belüfteten Raum oder bei geeigneten Wetterbedingungen im Freien.
- Wenden und schütteln Sie die Decke regelmäßig und lockern Sie entstandene Daunenklumpen vorsichtig mit den Händen.
- Je nach Dicke der Decke und den Umgebungsbedingungen kann das Trocknen 6–12 Stunden oder sogar länger dauern.
- Stellen Sie vor der Verwendung oder Lagerung sicher, dass die Decke vollständig trocken ist. Feuchte Daunen können unangenehme Gerüche entwickeln und günstige Bedingungen für Schimmel schaffen.
Wie lässt sich feststellen, ob die Daunendecke vollständig trocken ist?
Drücken Sie verschiedene Bereiche der Decke zusammen, insbesondere dickere Stellen. Wenn Sie noch Feuchtigkeit oder Kühle spüren oder die Daunen schwer und verklumpt wirken, sollte die Decke weiter getrocknet werden.
Wie sollte eine Daunendecke gelagert werden?
Saisonale Lagerung
Wenn Sie Ihre Daunendecke nur während der kalten Jahreszeit verwenden, sollte sie für die Sommermonate richtig vorbereitet und gelagert werden.
Reinigen Sie die Decke vor der Lagerung. Auch wenn sie sauber aussieht, können sich auf dem Stoff noch Rückstände von Schweiß, Hautfett oder anderen Verschmutzungen befinden. Bei längerer Lagerung können diese unangenehme Gerüche verursachen oder Textilschädlinge anziehen.
In einem Baumwollbeutel oder einer atmungsaktiven Aufbewahrungsbox lagern. Vermeiden Sie bei längerer Lagerung vollständig luftdichte Kunststoffbeutel. Ein atmungsaktiver Stoffbeutel ermöglicht eine gewisse Luftzirkulation und hilft dabei, die Decke frisch zu halten.
Nicht stark zusammengedrückt lagern. Vakuumbeutel sind für die langfristige Aufbewahrung einer Daunendecke nicht die beste Wahl. Dauerhafte starke Kompression kann die Struktur der Daunen beeinträchtigen, ihre Fähigkeit zum Aufbauschen reduzieren und den „Fill Power“-Wert negativ beeinflussen.
Wählen Sie einen trockenen und gut belüfteten Ort. Feuchtigkeit gehört zu den größten Feinden natürlicher Daunen. Vermeiden Sie Keller, feuchte Abstellräume und andere Orte, an denen sich Feuchtigkeit sammeln kann.
Tägliche Pflege einer Daunendecke
Damit Ihre Daunendecke möglichst lange frisch und bauschig bleibt:
- Lassen Sie sie jeden Morgen mindestens 15–20 Minuten auslüften, bevor Sie das Bett machen.
- Schütteln Sie die Decke regelmäßig auf – dadurch verteilen sich die Daunen gleichmäßig und gewinnen wieder an Volumen.
- Verwenden Sie einen Bettbezug – dadurch wird der direkte Kontakt der Daunendecke mit Schweiß, Hautfett und Verschmutzungen reduziert.
- Lüften Sie die Decke gelegentlich gründlich an einem trockenen und gut belüfteten Ort.
Die häufigsten Fehler bei der Pflege einer Daunendecke
Fehler Nr. 1: Waschen bei zu hoher Temperatur.
Zu viel Hitze kann die Struktur der Daunen und den Oberstoff der Decke beschädigen.
Fehler Nr. 2: Falsches Trocknen.
Bleiben die Daunen beim Trocknen verklumpt, kann die Decke einen Teil ihrer Bauschkraft und ihrer wärmeisolierenden Eigenschaften verlieren.
Fehler Nr. 3: Lagerung einer nicht vollständig getrockneten Decke.
Restfeuchtigkeit kann unangenehme Gerüche und Schimmel verursachen und die Daunen dauerhaft beschädigen.
Fehler Nr. 4: Langfristige Lagerung in einem nicht atmungsaktiven Plastikbeutel.
Eine unzureichende Luftzirkulation in Verbindung mit vorhandener Restfeuchtigkeit kann ungünstige Bedingungen für die Decke schaffen.
Fehler Nr. 5: Verwendung von Weichspüler.
Weichspüler kann die Daunen mit einem Film überziehen und ihre Fähigkeit zum Aufbauschen beeinträchtigen.
Fehler Nr. 6: Zu häufiges Waschen.
Häufiges Waschen kann die natürlichen Eigenschaften der Daunen nach und nach beeinträchtigen und ihre Bauschkraft reduzieren.
Wann sollte man sich an eine professionelle Reinigung wenden?
In bestimmten Situationen ist es besser, die Reinigung einer Daunendecke Fachleuten zu überlassen:
- Auf dem Pflegeetikett wird ausschließlich eine professionelle Reinigung empfohlen.
- Die Decke ist zu groß für die Waschmaschine zu Hause.
- Es gibt hartnäckige Flecken, die sich durch normales Waschen nicht entfernen lassen.
- Die Decke hat einen ungewöhnlichen Geruch, der auch nach dem Waschen nicht verschwindet.
- Sie sind sich nicht sicher, welche Pflegemethode für den Stoff oder die Füllung Ihrer Decke geeignet ist.
Wenn Sie eine professionelle Reinigung in Anspruch nehmen, informieren Sie das Personal darüber, dass es sich um eine Daunendecke handelt. Falls bekannt, geben Sie auch die Art der Daunen an – beispielsweise Gänse- oder Entendaunen. So kann die geeignete Reinigungsmethode ausgewählt werden.
Fazit
Eine Daunendecke muss nicht häufig gewaschen werden, benötigt jedoch die richtige Pflege. Drei Punkte sind besonders wichtig:
Waschen – selten, üblicherweise 1–2 Mal pro Jahr, bei niedriger Temperatur, mit einem geeigneten Waschmittel und ohne Weichspüler.
Trocknen – gründlich, bis die Decke vollständig trocken ist. Im Wäschetrockner helfen spezielle Trocknerbälle dabei, die Daunen aufzulockern. Bei der Lufttrocknung sollte die Decke regelmäßig gewendet und aufgeschüttelt werden.
Lagerung – an einem trockenen und gut belüfteten Ort, in einem atmungsaktiven Beutel und ohne die Decke stark zusammenzupressen.
Eine hochwertige Daunendecke kann bei richtiger Pflege viele Jahre halten und dabei ihre Bauschkraft, Wärme und ihren Komfort bewahren.
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