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Schlafhyperhidrose: Warum schwitze ich nachts, obwohl es nicht warm ist?

2026 07 07

Sie wachen schweißgebadet auf, obwohl es im Schlafzimmer kühl ist. Die Bettwäsche ist feucht, das T-Shirt durchnässt — und das ist nicht das erste Mal. Wenn nächtliches Schwitzen regelmäßig auftritt und nicht mit der Temperatur zusammenzuhängen scheint, ist das ein Signal, das es wert ist zu verstehen, nicht zu ignorieren.


Was ist Schlafhyperhidrose?

Hyperhidrose ist der medizinische Fachbegriff für übermäßiges Schwitzen, das nicht durch die Umgebungstemperatur oder körperliche Aktivität erklärt werden kann. Nächtliche Hyperhidrose (oder einfach „Nachtschweiß") ist eines der häufigsten Probleme, die die Schlafqualität stören — und sie hat konkrete Ursachen, die identifiziert und oft — behoben werden können.


8 echte Ursachen für nächtliches Schwitzen

1. Zu warme Bettwäsche oder falsches Material

Das ist die häufigste und am leichtesten lösbare Ursache. Mikrofaser-, Flanell- oder dickstoffige Bettwäsche hält die Körperwärme nahe an der Haut und lässt sie nicht entweichen. Selbst wenn das Schlafzimmer kühl ist, entsteht unter der Bettdecke ein Mikroklima, in dem es dem Körper zu warm wird.

Synthetische Stoffe sind besonders problematisch — sie lassen keine Feuchtigkeit und Luft durch, so dass der Schweiß auf der Haut bleibt, anstatt zu verdunsten.

Lösung: Wählen Sie atmungsaktive Bettwäsche — Perkal, Tencel oder Leinen. Diese Stoffe regulieren aktiv Feuchtigkeit und Körpertemperatur, statt sie zu speichern.

2. Hormonelle Veränderungen

Nachtschweiß ist eines der deutlichsten Symptome eines hormonellen Ungleichgewichts. Das ist besonders relevant für:

  • Frauen in den Wechseljahren — Schwankungen im Östrogenspiegel beeinflussen direkt das Thermoregulationszentrum im Gehirn und verursachen Hitzewallungen, die oft nachts auftreten
  • Während der Schwangerschaft — erhöhtes Blutvolumen und hormonelle Veränderungen führen zu vermehrtem Schwitzen
  • Männer ab 40 — sinkende Testosteronspiegel können ähnliche Symptome wie die weibliche Menopause verursachen

Wenn der Nachtschweiß zusammen mit anderen hormonellen Symptomen begann — ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen.

3. Stress und Angststörungen

Nachtschweiß ist oft kein körperliches, sondern ein psychologisches Problem. Stress aktiviert das sympathische Nervensystem — die "Kampf oder Flucht"-Reaktion — und das verursacht Schwitzen sogar während des Schlafs.

Menschen mit generalisierter Angststörung, posttraumatischer Belastungsstörung oder chronischem Stress berichten oft von regelmäßigem Nachtschweiß als einem der Symptome. Das Gehirn schläft nicht so tief wie es sollte — und der Körper reagiert darauf.

4. Bestimmte Medikamente

Nachtschweiß ist eine bekannte Nebenwirkung vieler Medikamente:

  • Antidepressiva (besonders der SSRI-Gruppe — Fluoxetin, Sertralin, Escitalopram)
  • Diabetesmedikamente (nächtliche Hypoglykämie verursacht Schwitzen)
  • Hormonpräparate
  • Einige Antibiotika
  • Fiebersenker (können paradoxerweise eine Rebound-Reaktion auslösen)

Wenn der Nachtschweiß nach Beginn neuer Medikamente aufgetreten ist — informieren Sie Ihren Arzt. Oft reicht eine Dosisanpassung oder ein Medikamentenwechsel.

5. Infektionen und chronische Erkrankungen

Nachtschweiß ist ein klassisches Symptom bestimmter Gesundheitszustände:

  • Tuberkulose — historisch war Nachtschweiß eines ihrer Hauptsymptome
  • HIV/AIDS — Nachtschweiß kann ein Zeichen einer frühen Infektion sein
  • Chronische bakterielle Infektionen — Endokarditis, Osteomyelitis
  • Brucellose — Symptom einer seltenen Bakterieninfektion
  • Pilzinfektionen — einige systemische Mykosen

Wenn der Nachtschweiß von Fieber, Gewichtsverlust oder allgemeiner Schwäche begleitet wird — ist das ein ernstes Signal, einen Arzt aufzusuchen.

6. Onkologische Erkrankungen

Obwohl es eine seltene Ursache ist, können Nachtschweiß zusammen mit Gewichtsverlust und vergrößerten Lymphknoten ein Symptom von Lymphomen oder anderen onkologischen Erkrankungen sein. Das wird nicht erwähnt, um Angst zu machen — aber es ist einer der Gründe, warum regelmäßiger, ungeklärter Nachtschweiß keine Kleinigkeit ist, die ignoriert werden kann.

7. Hypoglykämie (niedriger Blutzucker)

Die Nacht ist die längste Pause zwischen den Mahlzeiten — und bei manchen Menschen, besonders bei Diabetikern oder Insulinnehmern, kann der Blutzucker nachts absinken. Der Körper reagiert mit der Ausschüttung von Adrenalin, was Schwitzen, Herzrasen und unruhigen Schlaf verursacht.

Wenn Sie aufwachen und sich schwach, schwindelig oder hungrig fühlen — können das Anzeichen einer nächtlichen Hypoglykämie sein.

8. Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Eine überaktive Schilddrüse beschleunigt den Stoffwechsel und erhöht die Körpertemperatur — das verursacht klassisch vermehrtes Schwitzen sowohl tagsüber als auch nachts. Weitere Symptome: schneller Herzrhythmus, Gewichtsverlust, Angstzustände, Haarausfall.


Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Nachtschweiß ist nicht immer ein medizinisches Problem — aber es gibt Situationen, in denen eine Konsultation notwendig ist:

  • Das Schwitzen ist so intensiv, dass man nachts Bettwäsche oder Kleidung wechseln muss
  • Es dauert länger als einige Wochen ohne klare Ursache an
  • Es wird von Fieber, Gewichtsverlust, Erschöpfung oder vergrößerten Lymphknoten begleitet
  • Es begann zusammen mit neuen Medikamenten
  • Es stört den Schlaf so, dass man sich tagsüber erschöpft fühlt

Was Sie heute tun können

1. Bettwäsche wechseln
Das ist die schnellste Lösung, wenn die Ursache die Temperatur des Stoffs ist. Atmungsaktive natürliche Stoffe — Perkal, Tencel, Leinen — regulieren aktiv Feuchtigkeit und verhindern Wärmestau. Alle drei Varianten finden Sie in der Bettwäschekategorie von Savashome.

2. Schlafzimmertemperatur senken
Die ideale Schlafzimmertemperatur — 16–19 °C. Viele Menschen halten das Zimmer zu warm und wundern sich, warum sie selbst unter dünner Bettwäsche schwitzen.

3. In leichter Kleidung oder ohne schlafen
Synthetische Schlafkleidung (Polyester, Nylon) speichert Wärme genauso wie synthetische Bettwäsche. Wählen Sie Baumwolle oder Leinen.

4. Alkohol und scharfes Essen am Abend vermeiden
Beide Faktoren weiten die Blutgefäße und erhöhen die Körpertemperatur — und verursachen oft Nachtschweiß selbst bei denen, die dieses Problem normalerweise nicht haben.

5. Medikamente überprüfen
Wenn Sie regelmäßige Medikamente nehmen — prüfen Sie, ob Nachtschweiß eine Nebenwirkung ist. Das steht im Beipackzettel oder kann mit dem Arzt besprochen werden.

6. Sich untersuchen lassen
Wenn das Problem nach dem Wechsel der Bettwäsche und Schlafzimmertemperatur nicht verschwindet — konsultieren Sie einen Arzt für Blutuntersuchungen: Schilddrüsenhormone (TSH, T3, T4), Blutzucker, Ferritin und Blutbild.


Zusammenfassung

Nachtschweiß ist nicht nur eine Unannehmlichkeit. Es ist ein Signal, das der Körper sendet, und es kann sehr verschiedene Bedeutungen haben: von zu warmer Bettwäsche bis zu einem hormonellen Ungleichgewicht oder einem ernsteren Gesundheitszustand.

Beginnen Sie mit dem Einfachsten — Bettwäsche, Temperatur, Medikamente. Wenn das nicht hilft — schieben Sie das Problem nicht auf die lange Bank, sondern konsultieren Sie einen Arzt. Nachtschweiß ist ein lösbares Problem — man muss nur die richtige Ursache finden.

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