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Wie reinigt man eine Matratze zu Hause? Ein einfacher Leitfaden ohne Chemie und teure Mittel

2026 07 02

Eine Matratze ist eines der am häufigsten genutzten Möbelstücke im Haushalt — und eines der seltensten gereinigten. Im Durchschnitt verbringt ein Mensch etwa 2 500 Stunden pro Jahr auf der Matratze. In dieser Zeit sammeln sich Schweiß, Hausstaubmilben, abgestorbene Hautzellen und — wenn man Pech hat — Flecken an. Die gute Nachricht: Eine Matratze lässt sich zu Hause effektiv reinigen, ohne teure Mittel und professionelle Hilfe.


Wie oft sollte man die Matratze reinigen?

Tiefenreinigung — 2 Mal pro Jahr (idealerweise im Frühling und Herbst beim Wechsel der Saisonbettwäsche). Oberflächliche Reinigung und Lüften — alle 1–3 Monate. Flecken — so schnell wie möglich nach dem Entstehen, ohne zu warten.


Schritt 1: Alles abziehen und waschen

Vor der Matratzenreinigung Bettwäsche, Kissenbezüge und Matratzenschoner abziehen. Alles bei 60 °C waschen — diese Temperatur tötet Hausstaubmilben ab.

Wenn noch kein Matratzenschoner vorhanden ist — das ist der einfachste Weg, die Reinigungshäufigkeit in Zukunft zu reduzieren. Ein wasserdichtes Spannbettlaken oder ein Matratzenauflage schützt vor Feuchtigkeit, Schweißflecken und Flecken, die in die Matratze eindringen.


Schritt 2: Gründlich saugen

Den Staubsauger mit einem weichen Aufsatz nehmen und die gesamte Matratzenoberfläche absaugen — nicht nur die Oberseite, sondern auch die Seiten. Besonders auf Nähte und Kanten achten, wo sich am meisten Staub und Milben ansammeln.

Dieser Schritt wird oft übersprungen, weil die Matratze sauber aussieht. Aber Hausstaubmilben sind mikroskopisch klein — mit bloßem Auge nicht sichtbar, aber in fast allen genutzten Matratzen vorhanden.


Schritt 3: Gerüche mit Backpulver neutralisieren

Gewöhnliches Backpulver ist eines der besten natürlichen Desodorantien für Textilien. Es absorbiert Feuchtigkeit und neutralisiert Gerüche ohne jegliche Chemie.

Anwendung:

  • Backpulver gleichmäßig über die gesamte Matratzenoberfläche streuen
  • 30 Minuten einwirken lassen (oder mehrere Stunden — je länger, desto besser)
  • Gründlich absaugen

Bei ätherischen Ölen — einige Tropfen Lavendel- oder Teebaumöl ins Backpulver geben, bevor man es aufstreut. Das verleiht Frische und zusätzliche antibakterielle Eigenschaften.


Schritt 4: Flecken entfernen

Die wichtigste Regel: die Matratze nicht mit Wasser übergießen. Eine nasse Matratze trocknet innen sehr langsam und kann schimmeln. So wenig Flüssigkeit wie möglich verwenden.

Frische Flecken (Schweiß, Kaffee, Essen):
Ein sauberes Tuch mit kaltem Wasser befeuchten und den Fleck vorsichtig abtupfen — niemals reiben, damit er nicht tiefer eindringt. Ein Tropfen Flüssigseife kann hinzugefügt werden.

Alte Flecken:
Backpulver mit Wasser zu einer Paste mischen, auf den Fleck auftragen, 30 Minuten einwirken lassen, dann vorsichtig mit einem feuchten Tuch abwischen und gründlich absaugen.

Blutflecken:
Nur kaltes Wasser verwenden — heißes Wasser fixiert Blutflecken. Wasserstoffperoxid (3%) kann verwendet werden — auftropfen, 5 Minuten warten, abwischen. Vorher an einer kleinen Stelle testen.

Urinflecken (besonders relevant in Kinderbetten):
So schnell wie möglich mit einem trockenen Tuch aufsaugen, dann eine Mischung aus Wasser und Essig (1:1) mit einem Tropfen Flüssigseife auftragen. 10–15 Minuten einwirken lassen, abwischen, dann Backpulver aufstreuen und absaugen.


Schritt 5: Gründlich trocknen

Das ist der wichtigste Schritt, der oft in der Eile übersprungen wird. Eine feuchte Matratze ist ein Nährboden für Schimmel und Bakterien.

  • Fenster öffnen oder einen Ventilator einschalten
  • Wenn möglich — die Matratze nach draußen tragen und in die Sonne legen (UV-Strahlen desinfizieren zusätzlich)
  • Die Matratze niemals mit Bettwäsche abdecken, bevor sie vollständig trocken ist

Die Trocknungszeit hängt von der Luft ab — durchschnittlich 4–8 Stunden.


Schritt 6: Matratze wenden

Die meisten Menschen tun das nie. Aber regelmäßiges Wenden (alle 3–6 Monate) verteilt den Verschleiß gleichmäßig und verlängert die Lebensdauer der Matratze. Bei einer einseitigen Matratze — um 180 Grad drehen.


Was man bei der Matratzenreinigung nicht tun sollte

  • Keine großen Mengen Wasser oder Reinigungsmittel aufgießen — die Matratze trocknet innen nicht
  • Keinen Dampfreiniger bei Memory-Foam-Matratzen verwenden — die Hitze kann die Schaumstruktur beschädigen
  • Flecken nicht reiben — nur vorsichtig von den Rändern zur Mitte hin tupfen
  • Eine feuchte Matratze nicht abdecken — warten, bis sie vollständig trocken ist

Wie reinigt man die Matratze in Zukunft seltener?

Die einfachste Lösung — die Matratze von Anfang an schützen. Ein wasserdichtes Spannbettlaken oder eine Matratzenauflage hält Feuchtigkeit, Schweißflecken und Hausstaubmilben fern, bevor sie die Matratze erreichen. Das ist besonders wichtig in Kinderbetten, für Allergiker und für diejenigen, die gerne im Bett frühstücken.

Eine Matratzenauflage verbessert auch den Schlafkomfort — doppelter Nutzen mit einem Kauf.


Zusammenfassung

Die Matratzenreinigung zu Hause erfordert weder teure Mittel noch viel Zeit. Backpulver, Staubsauger, kaltes Wasser und gutes Lüften — das reicht für 90% der Fälle. Am wichtigsten sind Regelmäßigkeit und schnelle Reaktion auf Flecken, solange sie noch frisch sind.

Und die beste Reinigung ist die, die man nicht braucht: Schützen Sie die Matratze im Voraus und schlafen Sie ruhig.

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